FIDE – University of Copenhagen

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FIDE

Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt der Arbeit der FIDE (Fédération Internationale pour le Droit Européen) – der Internationalen Vereinigung für Europarecht – auf dem »europäischen Recht«. Dies wird häufig gleichgesetzt mit dem Studium und der Weiterentwicklung des Rechts und der Institutionen der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang sollte der Begriff »Recht der Europäischen Union« (oder kurz »EU-Recht«) möglichst breit ausgelegt werden, denn er bezieht sich auf den gesamten Kontext der EU. Das bedeutet, dass er nicht nur die Rechtsvorschriften umfasst, die von den Institutionen der Europäischen Union erlassen werden, sondern beispielsweise auch die Wechselbeziehungen zwischen dem Recht der EU und dem ihrer Mitgliedstaaten, die Außenbeziehungen der EU, die Gesetzesentwürfe des Europarats oder die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Die FIDE versteht sich als »international«, weil sie eine Vereinigung verschiedener nationaler Verbände für Europarecht ist. Mit anderen Worten fungiert die FIDE als Dachorganisation für nationale Vereinigungen, von denen die weitaus meisten ihren Sitz in den Mitgliedstaaten der EU haben (daneben einige in Beitrittsländern, in Norwegen und in der Schweiz). Derzeit sind in der FIDE insgesamt 29 Mitgliedsverbände organisiert.

Diejenige nationale Vereinigung für Europarecht, die den nächsten FIDE-Kongress ausrichtet, hat zugleich die Präsidentschaft der FIDE inne. Die Präsidentschaft dauert in der Regel zwei Jahre.

Ziele und Arbeit

In Artikel 1 der Satzung der FIDE ist der Verbandszweck wie folgt formuliert:

»Die Internationale Vereinigung für Europarecht konstituiert sich als Verband der nationalen Vereinigungen, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bestehen und deren Tätigkeit dem Studium und der Entwicklung des Rechts und der Institutionen der Europäischen Gemeinschaft gewidmet ist.«

Dieser Zweck wird im Wesentlichen durch die alle zwei Jahre stattfindenden Kongresse und die zu ihnen veröffentlichten Kongressakten und -berichte erfüllt.

Die FIDE ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein und als solcher in Belgien eingetragen. In der Satzung sind folgende Ziele der Vereinstätigkeit festgeschrieben:

  1. Förderung der Vereinszwecke der Mitgliedsvereine, insbesondere durch das Organisieren gemeinsamer Veranstaltungen und das Fördern von Kontakten und Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern.
  2. Zusammenbringen von Juristen mit Interesse am Europarecht und am Recht der europäischen Länder.
  3. Gemeinsames Studium der Lösungen für juristische Probleme, die in allen Bereichen durch die Evolution der Strukturen und Institutionen der Europäischen Gemeinschaft [heute: EU] entstehen.
  4. Sensibilisierung aller Interessierten für die Wichtigkeit dieser Problemstellungen.

Mit anderen Worten stellt die FIDE ein einzigartiges Forum für Rechtswissenschaftler, praktizierende Juristen und andere dar, die sich mit aktuellen und wichtigen Fragen des EU-Rechts befassen.

Geschichte der FIDE und Motto des Kongresses

Die FIDE besteht seit über 50 Jahren und hat sich zu einer viel beachteten Institution für europäisches bzw. EU-Recht entwickelt. Einzelheiten zur Geschichte der Vereinigung bietet der folgende Aufsatz von Prof. Julia Laffranque, Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und Präsidentin der FIDE 2011-12: »FIDE—Uniting Great Minds of European Law: 50 years of the International Federation for European Law«, veröffentlicht in JURIDICA INTERNATIONAL XVIII/2011 .

Die Überschrift dieses Aufsatzes stammt aus der Feder von Prof. Laffranque, und mit ihrer Erlaubnis machen wir sie zum Motto des FIDE-Kongresses 2014, wenn auch mit einer kleinen Änderung in der Schreibweise. Um das enge Verhältnis zwischen »europäischem Recht« und »EU-Recht« deutlicher hervorzuheben, lautet das Motto:

FIDE—Uniting Great Minds of EUropean Law

Der Aufsatz von Prof. Julia Laffranque steht hier als PDF-Download zur Verfügung. .

 

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